Die Alte Kirche in Langenberg

Die Alte Kirche Langenberg

Alte Kirche

Ihre Wurzeln reichen bis ins 13. Jahrhundert

Alte KircheDie Alte Kirche ist die Hauptkirche der evangelischen Kirchengemeinde Langenberg. Sie hat ihren Platz im Zentrum des Altstadtkerns und steht ungefähr an der Stelle, an der sich etwa seit Ende des 13. Jahrhunderts das erste romanische Gotteshaus mit gotischem Chor befunden hatte. Es war eine Gründung des Rellinghauser Damenstiftes, dem in der Gegend um Langenberg eine Anzahl von Höfen gehörte. Geweiht war die Kapelle dem hl. Lambertus.

1593 trat die Kirchengemeinde der reformierten Bergischen Synode bei.

1999 fanden die letzten umfangreichen Arbeiten statt. Die Schieferdachdeckung, die Glockenaufhängung und Kugel, Kreuz und Wetterhahn auf der Turmspitze wurden erneuert. Außerdem bekam die Kirche neue Lampen.

Die Inschrift über dem Eingangsportal lautet:

„Jesus Christus, gestern und heute und derselbe auch in Ewigkeit“

(Hebräer 13,8)

Kontakt

Hauptstraße 40
42555 Velbert
Küsterin Anke Stamm
Tel. 02052 . 84 124

➥ Lesen Sie hier alles über die Kirchenorgel der Alten Kirche


Mehr zur Geschichte der Alten Kirche

Die erste Langenberger Kirche hatte Bestand bis in die Anfänge des 18. Jahrhunderts. Dann wurde sie für die wachsende Anzahl der Gemeindemitglieder zu klein. Außerdem drohte der Turm auseinanderzufallen.

1720 schließlich gab der Patronatsherr, seit der Reformation die Herren der bergischen Unterherrschaft Hardenberg, seine Einwilligung zur Niederlegung und Neuerbauung des Turmes. 1724 fand man in Joh. Michael Moser aus Unna den passenden Architekten. Beim Abbruch im Februar 1725 stellte sich jedoch heraus, dass auch das Kirchenschiff außerordentlich brüchig war. So entschloss man sich schnell, auch dieses niederzureißen. Der Neubau wurde umgehend möglich, da in weiser Voraussicht durch rege Spenden – auch der preußische König Friedrich Wilhelm I. beteiligte sich mit 300 Reichstalern – genügend Geld angesammelt war und die Pläne des Architekten Moser bereits vorlagen. Am 11. April 1725 wurde der Grundstein gelegt. Er enthält neben einer Ausgabe des Heidelberger Katechismus eine Urkunde mit folgendem Text (zitiert aus der „Geschichte der vormaligen Herrschaft Hardenberg im Bergischen von der Urzeit bis zu ihrer Aufhebung“ von Ludwig Bender, erschienen Langenberg 1879).

Die KanzelDer spätmittelalterliche Chor der Alten Kirche wurde um 17 Fuß verkleinert, in den Neubau integriert und der Turm mehr aus der Kirche herausgeholt, so dass die neue Kirche mit 70 Fuß Länge um einiges größer wurde als die alte. Der neue Turm erreichte zwar nur eine Höhe von 40 Fuß und war damit nicht viel höher als das Kirchendach. Er bekam ein Notdach. Erst später, als man wieder Geld in der Kasse hatte, wurde er vervollständigt und in seine heutige „Zwiebelkopfform“ gebracht.

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Am 22. Dezember 1726 feierte man den ersten Gottesdienst in der neuen Kirche, noch mit den alten Bänken und der alten Kanzel. Erst zu Pfingsten 1727 wurde ein neues Gestühl aufgestellt. Eine neue Kanzel erhielt die Kirche erst 1731. Den Auftrag dazu erhielt der Langenberger Schreinermeister Arnold Wilhelm Beckmann.

Diese Kanzel ist der Mittelpunkt und einzige Schmuck in der reformierten Kirche, ein außerordentlich gelungenes Schnitzwerk in Eichenholz. Sie bestimmt mit ihrem weit in das Kirchenschiff hineinragenden Kanzelkorb das Bild der Kirche und unterstreicht die Predigt, die Verkündigung und Auslegung des Wortes Gottes, nach reformierter Auffassung das Zentrum des Gottesdienstes. Ein heute unbekannter Künstler fertigte mit zahlreichen Anspielungen auf biblische Motive und Themen eine „Predigt in Holz“. Am Fuß der Kanzeltreppe stehen zwei Engel, eine lange Brücke führt über den Abendmahlstisch zur eigentlichen Kanzel. Über deren Schalldeckel steht ein Engel mit Posaune. Alle Teile der Kanzel sind mit symbolhaften, fein ausgearbeiteten Schnitzereien versehen. Die Säule, auf der der Kanzelkorb steht, ist demgegenüber nur mit gröberem Schnitzwerk in Form von Ranken und Früchten verziert. Wurde der Künstler vielleicht nicht fertig?
Interessierte finden zur Symbolik der Schnitzereien weitere Einzelheiten in Hans-Dieter Conzes lesenswerter Abhandlung „Predigt in Holz“.

Die Kanzel1737 hatte die Gemeinde erneut so viel Geld gesammelt, dass sie beim Glockengießer Christian Wilhelm Voigt in Düsseldorf drei Glocken fertigen lassen konnte, die im August des Jahres geliefert und aufgehängt wurden. 1744 wurde die Schlaguhr erneuert und drei Jahre später ein festerer Glockenstuhl eingebaut. 1751 endlich erreichte auch der Turm seine endgültige Form und die Höhe von 180 Fuß (56 Meter).

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1835 bekam die neue Kirche auch eine Orgel, gebaut von dem Orgelbauer Fabritius aus Jüchen. In der Folgezeit erlebte die Kirche eine Reihe von Reparaturen und Ergänzungen wie etwa den Einbau einer Warmluftheizung und die Installation der Gasbeleuchtung. Sichtbare und hörbare Veränderungen waren der Einbau einer neuen Turmuhr (1884), die neue Orgel des Orgelbaumeisters Sauer (1886) und ein neues Glockengeläut der Fa. Karl Ulrich aus Apolda (1900).

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1936 wurden im Inneren die Emporen durch Stahlträger verstärkt, der Eingangsbereich umgestaltet und neue Treppen aufwärts geführt. Die alten Glocken mussten 1942 an den Staat abgeliefert werden. Aber bereits im Dezember 1948 konnten 3 neue, vom Bochumer Verein gegossene Stahlglocken, geweiht werden.

Anlässlich des 250-jährigen Jubiläums im Jahre 1976 wurden so viele Reparaturen notwendig, dass die Kirche für 3 Jahre geschlossen werden musste.


Alte Kirche

(von Dr. Friedhelm Pamp)

In den schlichten, hellen und weiten vom Architekten Johann Michael Moser aus Unna gemäß dem reformierten Bekenntnis der Gemeinde, die sich 1593 der reformierten bergischen Synode angeschlossen hatte, 1725 bis 1726 entworfenen und ausgeführten Predigtraum hat der Langenberger Schreiner Arnold Wilhelm Beckmann seine 1731 geschaffene Kanzel hineingestellt: Hinweis auf die Bedeutung des Wortgottesdienstes und des Abendmahles, das an einem schlichten Abendmahltisch unter dem Kanzelaufgang ausgeteilt wird.

Alte KircheDie gewundene Säule trägt den sechseckigen Kanzelkorb (unter einem sechseckigen Schalldeckel), zu dem ein eindrucksvoller Treppenaufgang führt. Cherubine, Putten, Girlanden, Trauben, Feigen, Reben, Sonnenblumen, Rose, sich öffnende Muschel setzen bibelgerichtet Gedanken und innere Besinnung frei.

An der Ausführung der teilweise hochkünstlerischen Schnitzwerke könnten, so meint man heute, neben Beckmann auch flämische Künstler beteiligt gewesen sein. Eine Merkwürdigkeit der Kirchenbänke sind eingeschnitzte Namen und Jahreszahlen sowie Täfelchen, die gekaufte Sitze (in früherer Zeit auch Begräbnisse) dokumentieren.

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Vom alten Friedhof steht noch ein Grabstein an der nördlichen Außenwand; andere sind in Häusern zu finden, als Treppenstufen oder ähnliche Einfügungen. Der ursprüngliche Gottesacker musste 1828 der neuen Poststraße von Elberfeld nach Münster weichen; schon 1808 war er von dem neuen Friedhof, jetzt Stiller Park, abgelöst worden.

Moser entschied sich beim Neubau der Kirche, einen Teil des spätgotischen Chores, um den die Vorgängerkapelle bei ihrer Erhebung zu einer Pfarrkirche (vor 1400) erweitert worden war, zu erhalten – heute das älteste Mauerwerk Langenbergs. Der Architekt erreichte eine überzeugende Harmonie zwischen dem Hauptschiff und den Seitenschiffen, den schlanken Säulen, dem flachen Kreuzrippengewölbe, den Emporen, den Fensterreihen und eben dem Chor der erweiterten mittelalterlichen Lambertus-kapelle (erbaut um 1300). Die Gründung dieser Kapelle in dem erstmalig 1220 erwähnten Ort Langenberg geht zurück auf das in Essen-Rellinghausen gelegene Stift für die Töchter des niederen Adels, dem auch Höfe in der Herrlichkeit Hardenberg gehörten. Lambert, Bischof von Tongern und Maastricht, starb 708 oder 709 den Märtyrertod.

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Seit 1876 gehört Langenberg der schon 1817 vom preußischen König Friedrich Wilhelm III. angeregten Union zwischen Reformierten und Lutherischen an. Zur Feier der Vereinigung und Versöhnung wurde 1880 als Abschiedsgeschenk an die Lutheraner die in der Nähe gelegene Neue Kirche, heute EventKirche, eingeweiht, deren Architekt kein geringerer war als Carl Julius Raschdorff, der spätere Erbauer des Berliner Doms. Die Neue Kirche im überwiegend neoromanischen Stil steht in einem interessanten Dialog mit der von einer „welschen“ Haube (1751) gekrönten schlicht-bergischen Barockkirche, in deren Grundstein der Heidelberger Katechismus eingemauert ist.

Literatur:
1) Frank Overhoff: Stadtfühlung. Gedichte. Oberhausen 2001
2) 1726-2001 – 275 Jahre evangelische Alte Kirche Langenberg. Zusammengestellt von Hermann G. Waeger
3) Langenberg – deutsch-english-français. Fotos von Gerd Mersiovski, Text von Friedhelm Pamp. Herausgegeben von der Buchhandlung Kape. Wartberg Verlag 2002
4) Velbert – Zentrum des niederbergischen Landes. Fotos von Manfred Vollmer, Texte von Klaus Saeger. Stadt-Bild-Verlag Leipzig 2002
5) Alt-Langenberg. Ein Heimatbuch von Wilhelm Ophüls, o.J. (1934). Nachdruck herausgegeben vom Bürgerverein Langenberg. Essen o.J.

Unterbrechung doppelter Satzbeginn.

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Die Alte Kirche Langenberg

Daher bin ich Blindtext. Und zwar von Geburt an. Obwohl es lange gedauert hat, bis ich das begriffen habe. Und was es bedeutet, ein blinder Text zu sein. Daher hat man keinen Sinn. Somit wirke ich hier und da aus dem Zusammenhang gerissen. Entsprechend wird man gar nicht erst gelesen. Aber bin abschließend ich deshalb ein schlechter Text? Und ich weiß, dass ich nie eine Chance haben werde. Zum Beispiel im Stern zu erscheinen. Aber bin ich darum weniger wichtig? Und ich bin blind! Aber ich bin gerne Text. Daher sollten Sie mich jetzt tatsächlich zu Ende lesen. Dann habe ich etwas geschafft, was den meisten normalen Texten nicht gelingt.

Die Alte Kirche Langenberg

Denn es ist wirklich ein hartes Los, Blindtext zu sein. Üblicherweise fülle ich lediglich einen Raum. Und zwar mit Buchstaben. Aber eigentlich fühle ich mich zu Höherem berufen. Somit will ich ein besonderer Blindtext sein. Und ich will Ihnen im Gedächtnis bleiben. Daher sollen Sie Ihren Enkeln von mir erzählen. Somit dem Blindtext, den Sie seinerzeit lasen und der Sie fesselte. Und zwar mehr als zum Beispiel viele Bücher. Im Gegensatz dazu alle, die Sie sich bis dahin gekauft hatten. Soviel nur um dann festzustellen, dass Sinntext für Sie auch nicht mehr Sinn ergab. Als ein Blindtext, wie ich es bin. Und zwar welch eine Enttäuschung!

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Somit ist es doch sicherlich viel besser. Und zwar von vornherein darauf vorbereitet zu sein. Nämlich dass der Text, dem man gleich seine Aufmerksamkeit schenken wird. Indes absolut keinen Sinn ergibt. Weil er gar nicht dazu vorgesehen ist, einen Inhalt zu transportieren. Daher Blindtexte sollen nun mal Text nur darstellen. Aber bin ich aufgrund deshalb weniger wert? Somit sagen Sie ehrlich Ihre Meinung. Beziehungsweise finden Sie, dass ich keine Daseinsberechtigung habe? Und zwar nur weil ich aufgrund keinen Sinn ergebe? Somit ist es doch immerhin gelungen, Sie bis hierher zu fesseln. Daher lesen Sie ja immer noch. Daher bin ich stolz! Weil es geglückt ist, was viele Texte vor mir nicht vermochten. Und zwar echtes Interesse des Lesers. Daher danke ich Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit!

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